Kletterwald in Wetzlar
23.05.2009
Kletterspass in schönster Natur
Heute steht unser erster Besuch in einem Hochseilgarten an. Mit Timo und Petra fahren wir in den Kletterwald Wetzlar.
Am Eingang herrscht schon reges Treiben. Aus dem Wald tönen immer wieder enthusiastische Schreie. Ein Blick hoch ins Blattwerk offenbart ein Gewirr von Seilen, Plattformen und hölzernen Hängekonstruktionen. 3 Stunden kosten 18 Euro pro Person.
Wir füllen das Anmeldeformular aus und testen unserer Handschuhgrösse an einem Messstand.
Nach ca. 30min werden wir zur Materialausgabe ausgerufen.
Versorgt mit Helm, Handschuhe, Gurt und Y-Set folgt die Einweisung. Sehr Gewissenhaft erklärt ein Guide das Anlegen und die Benutzung der Ausrüstung. Nachdem er sich bei jedem Teilnehmer von dem korrekten Sitz von Gurt und Helm überzeugt hat, müssen wir noch einen kleinen Testparcour absolvieren, der uns 1,5m über dem Boden mit der Anwendung der Ausrüstung und dem Verhalten auf dem Parcour vertraut macht.
Zu Beginn und zur Eingewöhnung wählen wir eine leichtere blaue Route. Noch etwas wackelig steigen wir auf 3m hoch und werden mit den ersten Herausforderungen konfrontiert. Obwohl stehts gesichert, kommt man schon auf der leichteren Tour nicht um etwas Überwindung herum. Wir hangeln an Seilen und balancieren über Seilbrücken verschiedener Bauweisen von Baum zu Baum. Immer wieder erleichtert, die nächste Plattform erreicht zu haben. Erstaunlich mit welcher Leichtigkeit und Sicherheit sich die auf der Anlage zahlreich vertretenen Kinder auf den Hindernissen bewegen.
Wir nehmen den nächsten Parcour, der uns schon auf 10m Höhe führt, in Angriff. Stetig unter Spannung und voller Konzentration benötigen wir dann erstmal eine Pause.
Wir sind uns einig. Die Seilrutschen sind ein echtes Highlight und die Aussicht auf die nächste motiviert zum Weitergehen. Besonders die Balance-Elemente erfordern immer wieder Überwindung, da hier keine Handläufe vorhanden sind und sich nur das Sicherungsseil als Griff anbietet.
Jetzt sind wir bereit für einen schwereren, roten Parcour. Es geht bis auf 12m und die Häufigkeit der Balance-Elemente steigt. Als Highlight auf diesem Parcour gilt der Tarzansprung. Grisu hat an einem Hinderniss große Probleme, da sie mit der Ausrüstung während der Querung hängen bleibt und sich auf der wackeligen Konstruktion rückwärts bewegen muß. Nach diesem Andrenalinschub ist sie nur noch froh, den sichern Boden zu erreichen. Sie meistert trotz Blockade noch die nächsten drei Hindernisse. Währenddessen verfolgt Timo indes (mit etwas Stolz), wie Petra sich geistig und körperlich auf den Tarzansprung vorbereitet. Noch schnell das Testament schreiben, einen Schritt tun und sie hat es geschafft.
Mittlerweile sind wir 2h30min auf den Kursen unterwegs. Die zu Anfang kurz erscheinenden 3Stunden, reichen völlig aus. Wir genehmigen uns noch ein Eis und machen uns auf die Rückfahrt. Während der gesamten Fahrt tauschen wir uns über das Erlebte aus.
Fazit:
Die wunderschön im Wald gelegene Anlage, lädt zu einem erlebnisreichen Ausflug mit der Familie oder Freunden ein. Eltern sollten sich um ihre Kinder keine Sorgen machen. Oftmals konnte ich beobachten, wie Sohn oder Tochter eine Seilbrücke nach der anderen querten, während ein Elternteil mit beiden Händen, krampfhaft klammernd, versuchte zu folgen. Die Anlage wird umfassend von freundlichen, hilfsbereiten Guides betreut. Equipment und Betreuung hinterließen einen professionellen Eindruck.
Weitere Informationen
Alle Informationen findet man auf der Webseite.








































