Tipps zur Planung:
Während unserer Tour führten wir Tagebuch auf einem Bestellblock. Beim allabendlichen, durch einige Glässchen Wein getrübten Rückblick auf die Geschehnisse des Tages taten sich besonders Timo, Petra und Claudia hervor. Wir hatten eine Menge Spass. So entstand ein wertvolles zeitgeschichtliches Dokument.
Sonntag | Montag | Dienstag | Mittwoch | Donnerstag | Freitag |
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Nach 9 Stunden Fahrt kommen wir in Toblach/Dobbiaco am Hotel 3 Zinnen an.
Schuhe an, Rucksack auf und los geht´s. Vor uns liegt ein 4h Aufstieg zur Plätzwiese, wo wir im Berggasthof Plätzwiese (2000 m) übernachten werden.
Schnell müssen wir feststellen, die Einstiegstour unterschätzt zu haben. Das erste Steilstück beginnt nach wenigen Metern. Am höchsten Punkt auf 2280 m, passieren wir den Strudelkopf. Der Aufstieg ist beschwerlich und länger als erwartet. Wir rufen im Berggasthof an, um auf unsere Verspätung hinzuweisen. Äußerst nett - Die Köchin wird zurückgehalten, so daß wir um 19.30 Uhr noch unser Abendessen bekommen. Uns wäre was entgangen.
Der nächste Morgen begrüsst uns mit herrlichem Wetter. Ausgeruht und mit einem üppigen Frühstück gestärkt, machen wir uns Richtung Seekofelhütte (2360m) auf.
Wechselte Aufstiege und Abstiege bringen uns in der Summe 300m höher. Nach einem letzten Aufstieg, wo wir von Mücken überfallen werden, liegt unter uns die Seekofelhütte. Es ist die puristischste Hütte auf unserer Tour. Nach einem Abendessen von der Karte, genehmigen wir uns noch ein paar Gläser Wein und Grappa. Gut betäubt verbringen wir die Nacht in einem 10er-Schlafsaal. Es ist warm und die Matrazen sind klamm.
Wer etwas mehr Komfort möchte, dem empfehle ich eine 3/4 Stunde weiterzugehen und in der Siennes Hütte zu übernachten.
Wir verlassen die Seekofelhütte. Ab hier folgen wir dem Höhenweg Nr.1 . Nachdem wir die Siennes Hütte (2100m) passieren, steht uns nun ein steiler Abstieg von 600m hinunter zum Pederü bevor. Die letzten 250 Höhenmeter führen über eine Betonstrasse, was unsere Füsse mit leichten Schmerzen quittieren. Am Pederü machen wir erstmal Rast. Hier sollte man sich nicht den Bauch zu voll schlagen, da noch ein langer Aufstieg bevorsteht.
Es folgt sofort ein steiler 300m hoher Hangaufstieg, den wir in der Mittagssonne bewältigen müssen. Die verbleibenden 400 Höhenmeter verteilen sich angenehm über die restliche Strecke. Da ein Gewitter aufzieht, müssen wir einen Schritt zulegen und durcheilen das wunderschöne Hochtal ohne die Umgebung wirklich zu würdigen. Wir erreichen die Fanes Hütte und sind begeistert. "Hütte" trifft auf diese Unterkunft nicht zu. Tolles Abendessen und Frühstück (Halbpension) und superschöne Zimmer. Wir belegten ein 2er und ein 3er Zimmer.
Die Tour von Pederü nach Fanes ist auch eine beliebte Mountainbiketour. Auf der Fanes Hütte steht ein Bikepark zum sicheren Abstellen der Räder zur Verfügung.
Eigentlich möchten wir die Fanes Hütte, angesichts der bevorstehenden 7h Tour zum Lagazuoi, gar nicht verlassen. Zu Anfang präsentieren sich die Dolomiten von der grünen Seite. Nach einem kurzen Aufstieg, durchqueren wir das idyllische Fanestal. Es folgt ein 400m Aufstieg über ein Geröllfeld zu dessen Ende ein schmaler Pass liegt. Von hier haben wir einen tollen Blick auf den Lago di Lagazuoi. Wieder zieht ein Gewitter auf. Malwieder die Regenjacke anziehen.
Die gerade absolvierten 400 Höhenmeter steigen wir über einen sehr steilen Geröllhang wieder hinab. Zum Glück ist der Weg teilweise mit Holz abgestützt.
Eine kurze Rast am See und der Aufstieg zur Lagazuoi Hütte beginnt. 350 Höhenmeter über Fels und Geröll werden durch einen unglaublichen Ausblick von der Sonnenterrasse der Lagazuoi Hütte vergessen gemacht. Leider hüllen nach kurzer Zeit, die Regenwolken den Gipfel ein.
Nach einer ruhigen Nacht in einem 6er Schlafsaal, hat sich der Himmel aufgeklärt und wir geniessen die Fernsicht. Bevor es mit der Seilbahn in´s Tal geht, laufen wir noch die 300m zum Gipfelkreuz.
Mit der Seilbahn fahren wir hinunter zum Falzarego Pass. Von hier startet die Tour zur Croda di Lago. Eine sehr abwechslungsreiche Etappe. Zu Beginn führt die Strecke über grüne Hügel. Doch dann kommen im steilen felsigen Gelände auch schon mal die Hände zum Einsatz. Über ein langes Geröllfeld erreichen wir die Refugio Scoiattoli. Nächste Station ist der Passo Giau. Hier machen wir eine Rast. Stephan und Timo genehmigen sich einen Bikerteller, was sie später noch bereuen werden. Ohne es zu wissen, steht uns noch ein extrem steiler 200m Hang bevor. Oben angelangt werden wir von einer Familie Murmeltiere begrüßt, die das gesamte Tal belagert. Wir taufen dieses Tal Marmot-Valley. Die Nager sind äußerst entspannt und lassen sich aus 5m Entfernung fotografieren. Sehr schön hier, aber es fängt wieder an zu regnen.
Noch ein längerer Aufstieg und die Hütte Croda da Lago kommt in Sicht. Nach einem 2km langen Abstieg gelangen wir an unser Etappenziel.
Die Hütte ist herrlich an einem See gelegen. Leckeres Abendessen und schöne kleine Zimmer. Obwohl noch nicht müde, gehen wir wegen der Nachtruhe (22 Uhr) schon früh in´s Bett.
Stephan wird heute 40. Trullalla! Als Geschenk gibt´s zwei Rittersport (Würstl gab es so früh keine). Der Himmel lacht und so bewältigen wir den Abstieg nach Cortina d´Ampezzo ohne Probleme. Mittlerweile haben wir gelernt, beim Abstieg kleine schnelle Schritt zu machen, was die armen Füße sehr entlastet.
In Cortina angekommen checken wir im Hotel ein. Endlich nochmal Einzelzimmer. Das ** Hotel Montana ist sehr zu empfehlen. Es liegt mitten in Cortina und ist sehr gepflegt. Nur den Kaffee sollte man meiden.
Nach einer erholsamen Nacht fahren wir per Taxi zum Hotel 3 Zinnen, wo unser Auto wohlbehalten die Woche stand.